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Historisches

Cosel (vor 1800 „Kosel") wird 1406 erwähnt, „wie die Oberlausitzer Sechsstädte die Kosela abbrannten".


Die Besitzer des Rittergutes galten als Herren über Kosel und Sella und wechselten öfter.


Namen wie: Wenzel von Schönburg, Heinrich Alexey, von Schellendorf, von Friesen , von Rhedern, Pretsch, u.a. tauchen auf.


Im Mittelpunkt des Dorfes steht neben der Schule (jetzt Gemeindehaus) und dem Gasthof (leider geschlossen) die Kapelle. Über ihre Anfänge wissen wir nichts mehr.


Sie trägt den Namen von „Nikolaus" und „Margarethe", was auf eine Weg- oder Wallfahrtskapelle schließen lässt, zumal sich an der Kirche ein Friedhof für fremde Reisende befand. Im Jahre 1624 wird eine Reparatur der Kapelle beschrieben, wobei 1698 und 1794 wieder über deren Baufälligkeit geklagt wird; „sie bestand aus Holz und Brettern " und muss 1805 abgerissen werden.


1818 wird der Grundstein zu einer neuen Kapelle gelegt, die 1819 massiv fertig gestellt war. 1850 bekam sie eine Orgel und 1899 wurde sie erneuert, mit einer umlaufenden Empore einschließlich Kanzelaltar versehen und gestrichen. Bei der Erneuerung in den Jahren 1983-85 wurden Teile der Empore einschließlich Kanzelaltar entfernt, die alten Figuren bilden heute die Altargestaltung (Ausführung: Werner Juza) und die erneuerten Fenster lassen viel Licht in den einladenden, spätbarock wirkenden Innenraum.


Die Kapelle ist zweifellos das Kleinod für das Dorf Cosel.


Die alte Mühle am Saleskbach ist leider reparaturbedürftig und wartet noch auf ihre Erneuerung als Zeugnis für das Leben im Dorf, wo es die Bauern wegen der kargen Böden schwer hatten, aber im Dorf ihr Mehl mahlen und ihr Holz schneiden lassen konnten.

 

Die in der Zeittafel genannten Ereignisse und Daten sind nur ein Auszug aus der langen Geschichte von Cosel.

 

1406
Erstmalige Erwähnung: Die Kosela, das Rittergut wird abgebrannt durch Strafgericht
1455
Rittergut erstmalig urkundlich mit Besitztum erwähnt (Nickel von Taubenheim)
1548
Ersterwähnung der Kapelle
1555
Kosel, Sella, Grüngräbchen haben je 12 zinspflichtige Bauern
1721
Wassermühle mit 2 Gängen und eine Windmühle mit einem Gang erwähnt
1746
Schreibweise Cosel früher Kosel
1777
Cosel gehört zum Landkreis Bautzen
1819
Fertigstellung des ersten massiven Baues der Kapelle
1830

Cosel hat 31 Häuser und 199 Einwohner.


Eine große Schäferei wird genannt.

1900
In den Huschk werden bei Schachtarbeiten  Urnen aus der Bronzezeit (vor 3000 Jahren) gefunden
1920
Bau der Hochspannungsüberlandleitung bis Grüngräbchen. Beginn der Elektrifizierung von Cosel
1946
Einwohnerzahl steigt aufgrund der Flüchtlinge auf 282
1954
Im Zuge der Zentralisierung wird die Schule Cosel aufgelöst. Die Schüler der Unterstufe (1.bis 4. Klasse) wurden in Grüngräbchen, die 5. bis 8.Klasse in Schwepnitz eingeschult. In den ehemaligen Schulräumen wird ein Erntekindergarten eingerichtet.
1967
Bau der zentralen Wasserleitung.
1971
Einweihung des erweiterten und renovierten Kindergartens. Aufgrund einer Patenschaft mit dem Synthesewerk Schwarzheide besuchten auch 10 Kinder aus Schwarzheide einige Jahre den Kindergarten.
1996
Eingemeindung nach Schwepnitz